Lötpistole

Gegenüber einer herkömmlichen Lötstation weist eine Lötpistole viele Vorteile auf. Diese spiegeln sich vor allem in der Handhabung, der einfachen Bedienung und der geringen Größe wieder. Die Lötpistolen kommen in der Regel bei den Hobby-Handwerkern und Bastlern zum Einsatz. Aber auch mit diesem Werkzeug ist es wichtig, Vorsicht bei der Nutzung walten zu lassen.

Bereits der Name zeigt auf, dass die Lötpistole von ihrer Form einer Pistole nachempfunden ist. Diese Formgebung kommt den Nutzer in vielen Bereichen zugute. So liegt das Gerät gut in der Hand und dabei entwickelt sich das im Vergleich zur Größe hohe Gewicht nicht zum Nachteil. Das bedeutet, dass die Lötpistole sehr handlich konzipiert ist. Durch die Pistolenform ist es zudem möglich, die Arbeiten mit nur einer Hand auszuführen, womit die andere frei ist um beispielsweise das zu lötende Teil zu halten. Das stellt besonders für Anfänger einen großen Vorteil dar. Weiterhin wird auf diese Art und Weise auch der Transport erleichtert.

Ein weiterer positiver Aspekt der Lötpistole ist die kurze Anheizzeit, die bei einigen Geräten unter sechs Sekunden liegt. Damit sind lange Wartezeiten ausgeschlossen und ein problemloses Arbeiten ist möglich. Selbst für die Sicherheit ist gesorgt, denn die Lötpistolen verfügen über einen Schalter, der zum Anheizen gedrückt werden muss. Wird der Schalter losgelassen, dann schaltet sich die Lötpistole automatisch ab. Damit es unmöglich, das Gerät versehentlich anzuschalten. Besonders in Haushalten mit Kindern ist das ein wichtiger Sicherheitsaspekt.

Die Vor- und Nachteile

                       Die Vorteile                          Die Nachteile
+ liegt gut in der Hand trotz des hohen Gewichts

+ kurze Aufheizzeit (6 Sekunden)

+ transportabel

+ für Anfänger geeignet

+ Sicherheitsschalter

x für professionelle Arbeiten nicht geeignet

x feine Lötarbeiten können nicht ausgeführt werden

Der Aufbau und die Leistung einer Lötpistole

Die Bauform der Lötpistole unterscheidet sich von dem elektrischen Lötkolben. Die Lötpistole ist mit einer Lötspitze ausgestattet, die als Metallschlaufe ausgebildet ist, durch die direkt ein sehr hoher Strom fließt und erhitzt wird. In der Regel weisen alle Lötpistolen den selben Aufbau auf. Neben der Pistolenform und dem „Sicherheitsschalter“ zum Einschalten des Gerätes verfügt die Lötpistole über eine Lötspitze. Mit dieser werden die Teile bearbeitet. Somit unterscheiden sich die einzelnen Geräte nicht im Aufbau, sondern in der Leistung.

Mit Hilfe des eingebauten Transformators wird der hohe Stromwert erzeugt, dessen niedrige Leerlaufspannung auch bei Defekten an der Lötspitze keinerlei Sicherheitsrisiko darstellt. Gegenüber den Lötkolben weisen die Lötpistolen den Vorteil auf, dass sie eine sehr kurze Anheizzeit aufweisen. Eine weitere Version der Lötpistolen ist die „mit innenbeheizter meißelförmiger Dauerspitze“. Diese ist 3,2 mm breit. Die Lötpistole arbeitet in der Regel trafolos und ist daher ideal für Service- und Reparaturarbeiten.

Die Geräte differenzieren sich in ihrer Leistung. Bei dem größten Teil der Lötpistolen liegt die Leistung bei 100 Watt. Dadurch variiert allerdings die Anheizzeit der Geräte. Wird eine Lötpistole mit einer relativ kurzen Anheizzeit gewünscht, dann sollte ein entsprechendes Gerät ausgewählt werden. Aufgeladen werden kann jede Lötpistole an einer Steckdose.

Im Set und mit Zubehör

Besonders praktisch sind die Lötpistolen, die im Koffer und entsprechenden Zubehör angeboten werden. Der Koffer ermöglicht es, das Gerät einfach und sicher von A nach B zu transportieren. Ein Lötpistolen-Set bietet einiges an Zubehör, das zum Löten benötigt wird. Allerdings können sich im Set auch Ersatzteile befinden. Einige Sets beinhalten neben der Lötpistole auch Lötzinn und Lötfett. Beides ist unerlässlich, um ein Werkstück löten zu können. Zumeist sind auch mehrere Lötspitzen im Set enthalten, die unterschiedlich dick sind und somit verschiedene Anwendungsbereiche abdecken.

Daneben kann eine Lötpistole auch über besondere Funktionen verfügen. Einige Geräte sind mit einer Lampe ausgestattet, mit der das zu lötende Teil angestrahlt wird. Damit ist ein genaues und sauberes Arbeiten problemlos möglich.

Worauf beim Kauf einer Lötpistole achten?

Was soll gelötet werden? – Geht es darum, eine Lötpistole zu kaufen, muss man sich diese Frage stellen.

  • Elektronik löten

Sollen Kontakte auf einer Platine ausgetauscht oder wieder festgelötet werden, dann ist eine feine Lötspitze in Stiftform notwendig und eine Lötpistole mit einer nicht zu hohen Temperatur. In dem Fall sollte an dem Gerät die Temperatur einstellbar sein. Da es sich beim Platinenlöten um eine sehr filigrane Arbeit handelt, ist Fingerspitzengefühl angesagt. Das geht am leichtesten mit einem Lötgerät von der Hand, dessen Spitze und Griffende nicht zu weit auseinander liegen. Hier ist eine Lötpistole keinesfalls die passende Lösung.

  • Rohre und Dachrinnen

Hier wird eine gröbere Spitze benötigt. Die Lötgeräte der Dachdecker weisen zumeist eine meißelförmige Spitze auf. Da diese Kolben sehr lange heiß sein müssen, ist es hier ratsam, auf einen weiten Abstand zwischen Griff und Spitze zu achten. Dass ein solches Lötgerät Dauerbetrieb aushalten musst, das versteht sich von selbst.

  • Wer sich offen halten möchte, für welche Bereiche er sein Lötgerät einsetzt, der kann auf ein Lötgerät mit einer großen Lötspitzen-Auswahl zugreifen sowie einer einstellbaren Temperatur.

Wird das Lötgerät für den Dauereinsatz eingekauft, dann ist es tolerabel wenn das Gerät etwas länger benötigt um sich aufzuheizen. In diesem Fall bringen die robusten Lötkolben die besten Voraussetzungen mit sich, im Vergleich zu den Lötpistolen. Diese heizen sich innerhalb von wenigen Sekunden auf uns sind vor allem dann nützlich, wenn nur sporadisch keine Kontakte gelötet werden müssen.

Hersteller von Lötpistolen

MATO     Rothenberger     Holzmann     Lux     Weller     Turbo     Blusmart     ERSA     AGT     Fein       Komerci     OHE     Tabiger     Stabilo

Zusammenfassung

Für geringere Lötleistungen werden zudem Lötpistolen in Barrenform angeboten. Die Lötpistolen haben gegenüber den Lötkolben den Vorteil, dass sie eine recht kurze Anheizzeit von nur wenigen Sekunden aufweisen. Durch den am Handgriff befindlichen Schalter werden sie für den Lötvorgang eingeschaltet. Bei einem längeren Dauerlöten würde das Gerät sehr schnell überhitzen. Damit eignen sich die Lötpistolen ausschließlich für kleinere Reparatur- und Servicearbeiten. Allerdings sind auch hier die Einsatzmöglichkeiten eingeschränkt, denn feine Lötarbeiten sind mit Lötpistolen wenn überhaupt nur schwer möglich.